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Bridge-building in times of Corona pt.3

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Thanks to my connections to a Chinese business partner, I was honoured to inaugurate a part-time school with about 10,000 students. Surely, it was a symbolic act to strengthen the German-Chinese relationship between the Chamber of Commerce (AHK) and Chinese vocational training. It was a great event! Official ceremonies in China are always something very formal and special. This was also the case with the inauguration.

The school, which is about 400 km from Shanghai, trains its students in the fields of internet mechatronics, kitchen, programming, as well as geriatric care and nursing.

As far as I can tell, the basic training at this school seems to be excellent.

Excellent - as far as I can tell. The cooperation with the AHK in Dortmund (Germany) is designed in such a way that that German institutions may access the pool of the respective trainees from the school at stake. This sincere exchange of expertise and staff forms a true blessing for German companies and Chinese employees. A blessing, because these Chinese trainees come to Germany with very good German language skills and advanced training in their field of expertise.

I must say, I was very proud to give the young Chinese some guidance on their way. The school was of an impressive size with an area of perhaps 100 football fields. Yet, the facilities and learning aids were also state of the art. This is what I call real progress in China's education strategy.

On the way back to Shanghai, the Corona measures were omnipresent:

At every toll station or bus stop, we had to get a clearance again to be allowed into the neighbouring district. It was quite exhausting, but I do have to say that the measures taken in China have been successful. However, it must be taken into account that the quite holistic government measures are being transferred into the real world with no discrepancy whatsoever, which is a great achievement of the people and a strong symbol for their discipline.

Back in Shanghai, I met my new cooperation partner for electric charging stations (electric mobility) to discuss further details for the installation in Germany. I have the feeling that this will become a fruitful relationship and cooperation for the next few years to come.

The next day we set off for Hefei, which is another industrial metropolis, where we met interesting pioneers of Chinese automotive industry. The main topic was future cooperation models.

On the way there, the same procedures again: showing the green code in the app, the approval for the train ticket, the ticket itself, the support of very, very many people, and considerable security precautions to make this train journey to Hefei as safe as possible.

My journey concluded with a flight to Chengdu, where the plane to Frankfurt (Germany) departed. I thought that the outward flight had prepared me mentally for all the procedures of a long-haul flight, but I was once again taught better.

Surprisingly, when I boarded the plane, I met safety personnel in relatively normal clothing. We were assigned our seats in the only half-full plane. At the moment only a few people are moving to Europe in order to pursue buisness goals.

Once we were in the air, we had the usual catering, which I had sorely missed on the outward flight. But when we crossed the border into European territory, the crew members put on their full-body suit. With a few pictures I have documented how amusing and natural the crew members were with this extra effort.

Back in Frankfurt: a little more checking than usual, but nothing else. It was disappointing to see how the two extremes deal with the pandemic. The lack of concern that we have in Germany is perhaps due to our high aspirations for individual freedom. However, this also implies a high risk of infection. The train journey from Frankfurt to Bad Oeynhausen was unspectacular. Everyone was wearing masks, which is the minimum level of protection.

In conclusion, I have to say that I will of course think carefully about whether or not I will ever subject myself to such a Chinese quarantine again. On the other hand, at no time in China have I felt insecure or spied on in China, or felt restricted in my actions. I will continue to build business together in the future, because I believe that despite all our differences in culture, we have enough in common to learn and benefit from increasing cooperation.

My experiences from China - especially these described here - with

differences and such distinguished ways of looking at things made me recognize my desire to delve even deeper into intercultural cooperation with China.


疫情时期的沟通合作 III








到法兰克福后,比寻常的检查多了些,但是也没有什么特别的。看到两种极端的对待疫情的处理方式,还挺失望的。我们在德国不管不顾,也许是因为我们追求自由。但是这样也提高了感染的风险。从法兰克福到Bad Oeynhausen的火车没什么特别的,大家都带着口罩,进行最低限度的防护。



Heute wurde mir über die Verbindung zu einem chinesischen

Geschäftspartner die Ehre zuteil, eine berufsbegleitende Schule mit 10.000 Schülern einzuweihen.

Ziel: das deutsch-chinesische Verhältnis zwischen Auslandshandelskammer (AHK) und chinesischer Berufsausbildung soll gestärkt werden. Es war ein großes Ereignis! Offizielle Zeremonien in China sind immer etwas ganz Förmliches und Besonderes. So auch bei dieser Einweihung. Die rund 400 km von Shanghai entfernte Schule bildet ihre Schüler u.a. auf den Feldern Internet, Fotografie, Mechatronik, Küche, Programmieren, CNC Dreher/Fräser sowie Alten und Krankenpflege weiter.

Die Basisausbildung an dieser Schuler scheint mir - soweit ich das beurteilen kann - hervorragend zu sein. Die Kooperation mit der AHK in Dortmund ist so angelegt, dass deutsche Institutionen von der dortigen Schule Azubis aus Berufsgruppen mit hiesigem Ausbildungsmangel an Fachkräften nach Deutschland einladen können. Dort werden sie weitergebildet und anschließend in Deutschland eingesetzt. Für die deutschen Firmen kann das ein Segen sein, denn diese chinesischen Azubis kommen mit sehr guten Deutschkenntnissen und einer Vorausbildung in ihrem Fachbereich nach


Ich muss sagen, ich war sehr stolz, den jungen Chinesen noch ein paar berufsbegleitende Informationen mit auf dem Weg geben zu können. Die Schule war mit ihrem Areal von vielleicht 100 Fußballfelder von imposanter Größe. Aber auch die Einrichtung und die Lernmittel waren auf dem neuesten Stand. Das nenne ich einen echten Fortschritt in der Ausbildungsstrategie Chinas.

Auf dem Rückweg nach Shanghai waren die Corona-Maßnahmen omnipräsent: An jeder Mautstation oder Haltestelle mussten wir uns wieder eine Freigabe holen, um in den benachbarten Distrikt hinein zu dürfen. Anstrengend, aber ich muss sagen, dass die Maßnahmen, die in China getroffen wurden, zu 100% Erfolg zeigen. Allerdings gehören zu den Maßnahmen auf der einen Seite auch deren Befolgung auf der anderen Seite. Und diese liegt bei den Chinesen ebenfalls bei 100%.

Zurück in Shanghai habe ich mich mit meinem neuen Kooperationspartner für elektrische Ladesäulen (Elektro-Mobilität) getroffen, um weitere Details für den Aufbau in Deutschland zu besprechen. Ich habe das Gefühl, dass hier eine gute Beziehung und Zusammenarbeit für die nächsten Jahre entstehen könnte. Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Hefei. Auch dies eine weitere Industriemetropole, in der wir interessante Pioniere des chinesischen Autobaus trafen. Es ging in erster Linie um künftige Zusammenarbeitsmodelle. Auf dem Weg nach dort wieder die gleichen Prozeduren: Vorzeigen des grünen Codes in der App, die Freigabe für das Zugticket, eine Ansammlung von sehr, sehr vielen Menschen und ein extrem hohes Maß an Sicherheitsvorkehrungen, um diese Zugfahrt nach Hefei so sicher wie irgend möglich zu machen. An diese Exkursion schloss sich noch ein Flug nach Chengdu an, weil ich meine Rückreise von dort nach Frankfurt antreten wollte. Ich glaubte mich nun durch den Hinflug seelisch auf alle Prozeduren eines Langstreckenfluges vorbereitet zu haben und wurde doch wieder eines besseren belehrt: Beim Betreten des Fliegers dachte ich, ich träfe wieder auf verkleidete Mondmenschen. Aber nein, wie man in den Fotos sehr schön sehen kann, waren die Menschen ganz normal mit Maske gekleidet. Wir bekamen unsere Plätze im nur halbgefüllten Flugzeug zugewiesen. Momentan bewegen sich einfach nur wenige Menschen nach Europa, um Businessthemen nachzugehen. Als wir nun in der Luft waren, gab es auch das gewohnte Catering, was ich auf dem Hinflug schmerzlich vermisst hatte. Aber als wir in der Luft die Grenze zu Europa übertraten, zogen sich die Besatzungsmitglieder ihren Ganzkörperanzug an. Mit ein paar Bildern habe ich dokumentiert, wie lustig und auch selbstverständlich die Besatzungsmitglieder mit diesem zusätzlichen Aufwand umgehen. In Frankfurt zurück: etwas mehr Kontrolle als sonst, aber sonst nichts. Es war einfach nur enttäuschend zu sehen, wie die beiden Extreme mit der Pandemie umgehen. Die Sorglosigkeit, die wir in Deutschland haben, ist vielleicht unserem hohen Freiheitsstreben geschuldet. Aber so zu leben bedeutet eben auch, ein hohes Infektionsrisiko einzugehen. Die Zugfahrt von Frankfurt nach Bad Oeynhausen war unspektakulär. Alle trugen Masken, was ja nun auch das Mindestmaß an Schutz darstellt. ​

Abschließend muss ich sagen, dass ich mir natürlich genau überlege, ob ich mir noch einmal in eine solche chinesische Quarantäne zumuten werde. Auf der anderen Seite habe ich mich zu keinem Zeitpunkt in China unsicher oder beobachtet oder in meinem Handeln eingeschränkt gefühlt. Ich baue auch in Zukunft auf gemeinsame Geschäfte, weil ich glaube, dass wir bei allen Unterschieden in der Kultur genügend Gemeinsamkeiten haben, um von mehr Zusammenarbeit lernen und profitieren zu können. Meine Erfahrungen aus China – gerade auch diese hier geschilderten – mit extremen Kulturunterschieden und so unterschiedlichen Sichtweisen haben mich bewogen, noch tiefer in die interkulturelle Zusammenarbeit mit China einzusteigen.


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